Effek­ti­ves Partner-Management

Mit PRM-Sys­­te­­men den Ver­trieb effi­zi­ent steuern 

Wenn Unter­neh­men inter­na­tio­na­le oder neue Märk­te nicht selbst bedie­nen kön­nen oder wol­len, grei­fen sie oft­mals auf Part­ner, Dis­tri­bu­to­ren oder Resel­ler zurück. Doch gera­de die­se indi­rek­ten Markt­struk­tu­ren stel­len Unter­neh­men vor erheb­li­che Herausforderungen:

  • Wel­che Kun­den wur­den wirk­lich besucht und von wem?
  • Wel­che Poten­zia­le blei­ben unge­nutzt, weil soge­nann­te “White Spot Cus­to­mers” unsicht­bar bleiben?
  • Wel­che Leads sind viel­ver­spre­chend und wel­che ver­san­den, weil nie­mand nachfasst?
  • Wel­che Part­ner inves­tie­ren in gemein­sa­me Mar­ke­ting und Ver­triebs­maß­nah­men und wel­che nicht?
  • Wie kann sicher­ge­stellt wer­den, dass alle Part­ner durch Pro­dukt­trai­nings ein­heit­lich geschult werden?

Je mehr Märk­te, Part­ner und Pro­duk­te ins Spiel kom­men, des­to schwie­ri­ger wird es, die Über­sicht zu behal­ten und des­to grö­ßer ist das Risi­ko, Chan­cen zu verpassen.

War­um Part­ner gera­de in neu­en Märk­ten gold­wert sind

Unter­neh­men kom­bi­nie­ren typi­scher­wei­se zwei Ver­triebs­sys­te­me: direk­ter Ver­trieb über eige­ne Sales-Teams und indi­rek­ter Ver­trieb über Part­ner, Dis­tri­bu­to­ren oder Resel­ler. Wäh­rend der direk­te Ver­trieb in ent­wi­ckel­ten Märk­ten häu­fig domi­nan­ter ist und enge Kon­trol­le über Kun­den­be­zie­hun­gen ermög­licht, gewinnt der indi­rek­te Ver­trieb in neu­en oder schwer zugäng­li­chen Märk­ten an Bedeu­tung: Er bie­tet Kos­ten­vor­tei­le, Reich­wei­te und Ska­lier­bar­keit ohne hohe Inves­ti­tio­nen vor Ort.

Eine Unter­su­chun­gen von Hor­váth zeigt, wie stark der indi­rek­te Ver­trieb die glo­ba­len Han­dels­strö­me prägt: Rund 75 % des welt­wei­ten Waren­ver­kehrs erfol­gen über indi­rek­te Kanäle, vie­le Unter­neh­men sind jedoch nicht sys­te­ma­tisch dar­auf vor­be­rei­tet. Eine BCG-Ana­­ly­­se (2019) zeigt, dass Resel­ler und Dis­tri­bu­to­ren in der Tech­no­lo­gie­bran­che für über 70 % des Gesamt­um­sat­zes ver­ant­wort­lich sein können.

In ent­wi­ckel­ten Märk­ten liegt der Anteil des indi­rek­ten Ver­triebs oft zwi­schen 30–40 %, wäh­rend in Emer­ging Mar­kets die indi­rek­ten Kanä­le domi­nie­ren, teils bis zu 100 %, wie Stu­di­en zur Markt­ein­füh­rung in Bra­si­li­en auf­zei­gen. Die­ser Unter­schied erklärt, war­um Unter­neh­men mit ein­ge­schränk­ter direk­ter Prä­senz gera­de in neu­en Märk­ten stark auf Part­ner set­zen müs­sen: Sie ermög­li­chen schnel­len Markt­ein­tritt ohne eige­ne Infrastruktur.

Typi­sche Pain Points im indi­rek­ten Vertrieb

Aus die­sen Grün­den, benö­tigt es für ein pro­fes­sio­nel­les Par­t­­ner-Mana­ge­­ment mehr als nur gute Bezie­hun­gen, es braucht funk­tio­nie­ren­de Sys­te­me. In der Pra­xis zei­gen sich jedoch immer wie­der fol­gen­de Herausforderungen:

Feh­len­de Über­sicht über Partneraktivitäten

Besu­che, Kun­den­kon­tak­te und offe­ne Aktio­nen blei­ben im Dun­keln. Die Ver­triebs­lei­tung ist auf manu­el­le Berich­te ange­wie­sen oft spät, lücken­haft und unein­heit­lich und müh­se­lig erfragt.

Intrans­pa­ren­te Opportunity-Pipeline

Wel­che Leads sind aktiv? Wel­che ste­hen kurz vor Abschluss? Wel­che wur­den nie bear­bei­tet? Ohne struk­tu­rier­tes Track­ing bleibt das Fore­cas­ting rei­ne Spekulation.

Gemein­sa­mes Mar­ke­ting wird kaum sys­te­ma­tisch gesteuert

Co-Bran­­ding, Ver­an­stal­tun­gen oder Kam­pa­gnen ver­lau­fen oft in Ein­zel­ak­tio­nen ohne stra­te­gi­sche Ein­bin­dung. Bud­gets wer­den inef­fi­zi­ent ver­teilt oder gar nicht genutzt, weil die­se nicht trans­pa­rent sind.

Kein kon­sis­ten­tes Trai­ning & Enablement

Unter­schied­li­cher Wis­sen­stand der Part­ner, ver­al­te­tes Mate­ri­al, feh­len­de Nach­wei­se über Schu­lun­gen. Das hat direk­ten Ein­fluss auf die Qua­li­tät der Kundenberatung.

Man­gel­haf­te Daten­qua­li­tät & kei­ne ein­heit­li­che Datenbasis

Daten lie­gen dezen­tral, oft in Excel, E‑Mails oder ver­schie­de­nen Tools. Ver­gleich­bar­keit, KPIs und fun­dier­te Ent­schei­dun­gen? Fehlanzeige.

Feh­len­des Enga­ge­ment & kein Über­blick über „schla­fen­de“ Partner

Wer bringt wirk­lich Per­for­mance und wer exis­tiert nur auf dem Papier? Dor­mant Part­ner wer­den nicht erkannt, Ver­triebs­chan­cen blei­ben schon aus die­sem Grund ungenutzt.

Kei­ne auto­ma­ti­sier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Feedbackstruktur

Pro­­dukt-Updates, Preis­ak­tio­nen oder Ände­run­gen in den Ser­vice­pro­zes­sen ver­puf­fen, weil Part­ner nicht struk­tu­riert infor­miert oder ein­ge­bun­den sind.

CRM und PRM

Klas­si­sche CRM-Sys­­te­­me (Cus­to­mer Rela­ti­onship Manage­ment) sind dar­auf aus­ge­legt, direk­te Kun­den­be­zie­hun­gen abzu­bil­den, vom Erst­kon­takt bis zum After-Sales-Ser­­vice. Sie fokus­sie­ren sich auf Leads, Oppor­tu­ni­ties und Accounts, die das Unter­neh­men selbst betreut. Im indi­rek­ten Ver­trieb reicht das nicht aus: Hier braucht es ein PRM-Sys­­tem (Part­ner Rela­ti­onship Manage­ment), das den Fokus auf die Bezie­hung zu den Ver­triebs­part­nern legt, inklu­si­ve Akti­vi­tä­ten, Schu­lun­gen, Co-Mar­ke­­ting und Opportunity-Sharing.

Bei­de Sys­te­me soll­ten inte­griert arbei­ten: Wäh­rend das CRM die End­kun­den­da­ten ver­wal­tet, ermög­licht das PRM die Steue­rung und Erfolgs­kon­trol­le der Part­ner, die die­se Kun­den bedie­nen. Nur wenn bei­de Sys­te­me mit­ein­an­der kol­la­bo­rie­ren kön­nen, ent­steht ech­te Trans­pa­renz für den indi­rek­ten Vertrieb.

Part­ner Rela­ti­onship Manage­ment Systeme

Es gibt zahl­rei­che PRM-Sys­­te­­me, die sich in ihren Funk­tio­na­li­tä­ten teils deut­lich unter­schei­den, je nach­dem, ob der Schwer­punkt auf Part­ner­kom­mu­ni­ka­ti­on, Mar­ke­ting­au­to­ma­ti­sie­rung, Ver­triebs­steue­rung oder Trai­nings­ma­nage­ment liegt. Wäh­rend man­che Anbie­ter eine brei­te All-in-One-Plat­t­­form bie­ten, set­zen ande­re gezielt auf bestimm­te Teil­pro­zes­se im Channel-Management.

Bei­spiels­wei­se punk­tet Impart­ner mit einem voll­um­fäng­li­chen Par­t­­ner-Life­­cy­cle-Mana­ge­­ment, von der Deal-Regis­­trie­rung über Onboar­ding und Zer­­ti­­fi­­kats-Track­ing bis hin zu inte­grier­ten Beloh­nungs­pro­gram­men. Chan­nel Mecha­nics hin­ge­gen bie­tet ein hoch­gra­dig rol­len­ba­sier­tes Self-Ser­­vice-Por­­tal mit KPI-gesteu­er­­ter Deal-Tran­s­­pa­­renz und star­ker Pipe­­li­ne-Sich­t­­bar­keit, ide­al für Unter­neh­men, die ihre Steue­rungs­lo­gik kon­se­quent digi­ta­li­sie­ren möch­ten. Zif­tO­NE wie­der­um kon­zen­triert sich beson­ders auf die Auto­ma­ti­sie­rung von Chan­­nel-Mar­ke­­ting und eig­net sich für Unter­neh­men mit hohen Anfor­de­run­gen an Kam­pa­gnen­ma­nage­ment und Content-Konsistenz.

Ande­re Anbie­ter wie Chan­nel­ti­vi­ty bie­ten modu­la­re Ein­stiegs­pa­ke­te, mit denen spe­zi­fi­sche Funk­tio­nen wie MDF-Mana­ge­­ment, Trai­ning oder Report­ing gezielt ein­ge­führt wer­den kön­nen, ide­al für wach­sen­de Unter­neh­men mit kla­ren Prioritäten.

Wel­ches PRM-Sys­­tem passt zu Ihrer Partnerstrategie?

Die Aus­wahl eines geeig­ne­ten PRM-Sys­­tems soll­te nicht auf Basis von Fea­­tu­re-Lis­­ten oder Mar­ke­ting­ver­spre­chen erfol­gen, son­dern ent­lang der kon­kre­ten Pain Points, die im täg­li­chen Part­ner­ma­nage­ment auf­tre­ten. Aus den typi­schen Her­aus­for­de­run­gen las­sen sich zen­tra­le Aus­wahl­kri­te­ri­en ableiten:

  • Trans­pa­renz über Akti­vi­tä­ten und Pipe­line (z. B. Kun­den­be­su­che, Oppor­­tu­­ni­­ty-Sta­­tus, Inaktivität)
  • Inte­gra­ti­on gemein­sa­mer Mar­ke­ting­maß­nah­men (MDF-Ver­­­wal­­tung, Co-Bran­­ding, Content-Sharing)
  • Struk­tu­rier­tes Trai­ning & Ena­blem­ent (Lern­pfa­de, Zer­ti­fi­ka­te, Teilnahmequote)
  • CRM-/ERP-Anbin­­dung zur Ver­mei­dung neu­er Datensilos
  • Benut­zer­freund­lich­keit und Por­tal­qua­li­tät, damit Part­ner die Platt­form aktiv nutzen
  • Ska­lier­bar­keit, ins­be­son­de­re bei inter­na­tio­na­len Netz­wer­ken mit meh­re­ren Spra­chen, Rol­len und Regionen

Ein direk­ter Ver­gleich zeigt: Sys­te­me wie Impart­ner, Chan­nel Mecha­nics und Chan­nel­ti­vi­ty bie­ten star­ke, aber unter­schied­lich gela­ger­te Stär­ken. Wäh­rend Impart­ner als umfas­sen­de Enter­pri­­se-Lösung vie­le Modu­le mit­bringt, über­zeugt Chan­nel Mecha­nics beson­ders durch sei­ne hohe Trans­pa­renz, Nut­zer­freund­lich­keit und Por­­tal-Logik. Chan­nel­ti­vi­ty wie­der­um ist ide­al für Unter­neh­men, die modu­lar, fle­xi­bel und mit kla­rem Fokus auf ein­zel­ne Funk­tio­nen star­ten wol­len, etwa mit Deal-Track­ing, Trai­ning oder MDF-Verwaltung.

Die auf­ge­führ­te Gra­fik macht deut­lich, dass PRM-Sys­­te­­me trotz ähn­li­chem Gesamt­ziel unter­schied­lich bewer­tet wer­den, ins­be­son­de­re bei Benut­zer­freund­lich­keit, Imple­men­tie­rungs­auf­wand und Kos­ten­struk­tur. Die­se Unter­schie­de erge­ben sich häu­fig aus der Funk­ti­ons­viel­falt ein­zel­ner Sys­te­me:

Je umfang­rei­cher eine Platt­form aus­ge­stat­tet ist, des­to höher sind in der Regel Ein­­füh­rungs- und Schu­lungs­auf­wand sowie die Kos­ten für Imple­men­tie­rung und Betrieb. Ent­schei­dend ist daher, ein Sys­tem zu wäh­len, des­sen Funk­ti­ons­um­fang und Kom­ple­xi­tät zur eige­nen Orga­ni­sa­ti­on und den ver­füg­ba­ren Res­sour­cen passt.

Funk­ti­ons­stär­ke allein ist also kein Garant für den bes­ten Fit. Ent­schei­dend ist, wie gut eine Lösung zu den eige­nen Pro­zes­sen, Res­sour­cen und Part­ner­struk­tu­ren passt und ob sie tat­säch­lich genutzt wird. Eine schlan­ke, leicht ein­führ­ba­re Lösung kann in vie­len Fäl­len mehr Mehr­wert schaf­fen als ein kom­ple­xes Sys­tem mit brei­tem Funktionsspektrum.

Ein brei­ter Funk­ti­ons­um­fang ist vor allem dann ein Vor­teil, wenn im Unter­neh­men die not­wen­di­gen Pro­zes­se und Res­sour­cen vor­han­den sind, um die ange­bo­te­nen Funk­tio­nen auch effek­tiv zu nutzen.

Quel­len (u.a.)

Direct vs. Indi­rect Dis­tri­bu­ti­on: Maxi­mi­zing Mar­ket Penetration

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