Die Her­stel­ler haben ihre Pro­duk­ti­on moder­ni­siert – Den Ver­trieb nicht

Die kom­mer­zi­el­le Kun­den­schnitt­stel­le hat nicht Schritt gehalten

In ganz Euro­pa arbei­ten Indus­trie­un­ter­neh­men in einem sehr engen Mar­gen­kor­ri­dor. Das Wirt­schafts­wachs­tum in der EU liegt seit Jah­ren unter 1 Pro­zent, die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft ist schwach. Vie­le Unter­neh­men ver­schie­ben Pro­jek­te oder kür­zen ihre Inves­ti­ti­ons­bud­gets, solan­ge die Nach­fra­ge unsi­cher bleibt. Ener­gie­in­ten­si­ve Bran­chen trifft es dop­pelt: hohe Strom­prei­se und stei­gen­de Dekar­bo­ni­sie­rungs­kos­ten, die sich nur begrenzt an Kun­den wei­ter­ge­ben las­sen. In Deutsch­land ist die Indus­trie­pro­duk­ti­on auf Niveaus zurück­ge­fal­len, die an Mit­te der 2000er Jah­re erin­nern, wäh­rend chi­ne­si­sche Wett­be­wer­ber ähn­li­che Maschi­nen oft zu rund einem Drit­tel nied­ri­ge­ren Prei­sen anbieten.

Gleich­zei­tig sind die meis­ten Wer­ke deut­lich stär­ker auto­ma­ti­siert als noch vor zehn Jah­ren. Robo­ter, Sen­so­ren und digi­ta­le Zwil­lin­ge ver­kür­zen Ent­wick­lungs­zy­klen und erhö­hen die Pro­duk­ti­vi­tät. Vie­le Her­stel­ler erzie­len einen wach­sen­den Anteil ihres Umsat­zes mit Ser­vice­ver­trä­gen, Soft­ware und leis­tungs­be­zo­ge­nen Garan­tien, nicht mehr nur mit der ursprüng­li­chen Maschi­ne. Stu­di­en von Bera­tungs­häu­sern zei­gen, dass Ser­­vice-EBIT-Mar­­gen bis zu vier­mal so hoch aus­fal­len kön­nen wie bei Neu­ma­schi­nen und dass in eini­gen Seg­men­ten bereits mehr als die Hälf­te von Umsatz und Gewinn aus dem Ser­vice des instal­lier­ten Bestands stammt.

Das Para­do­xon: Wäh­rend die Pro­duk­ti­on im Modus „Indus­trie 4.0“ läuft, arbei­ten vie­le Ver­triebs­or­ga­ni­sa­tio­nen immer noch mit Power­­Point-Foli­en, sta­ti­schen PDFs und per­sön­li­chem Erfah­rungs­wis­sen. Kau­fen­de Unter­neh­men dage­gen nut­zen digi­ta­le Recher­chen, Ana­lys­ten­be­rich­te und Netz­wer­ke lan­ge bevor sie das ers­te Mal mit dem Ver­trieb spre­chen. Unter­su­chun­gen zei­gen, dass ein erheb­li­cher Teil der B2B-Ein­­käu­­fer heu­te einen Groß­teil des Ent­schei­dungs­wegs allein auf Basis digi­ta­ler Infor­ma­tio­nen zurück­legt und dass rund 80 Pro­zent die Kauf­erfah­rung als eben­so wich­tig bewer­ten wie Pro­dukt oder Service.

Sales Ena­blem­ent soll genau die­se Lücke schlie­ßen. Es stellt Ver­triebs­teams in der Indus­trie mit den rich­ti­gen Inhal­ten, Trai­nings und Daten so auf, dass sie kom­ple­xe Lösun­gen auch in Märk­ten ver­kau­fen kön­nen, in denen Mar­gen knapp sind und Kauf­ent­schei­dun­gen stark von inter­nen poli­ti­schen Dyna­mi­ken geprägt werden.

Ein ein­ge­eng­ter Industriemarkt

Gerin­ges Wachs­tum, hohe Inputkosten

Der makro­öko­no­mi­sche Rah­men ist für Indus­trie­un­ter­neh­men alles ande­re als kom­for­ta­bel. Pro­gno­sen der EU für 2024 und 2025 erwar­ten ein Wachs­tum von unter 2 Pro­zent und beschrei­ben eine zähe Inves­ti­ti­ons­er­ho­lung. Unter­neh­men kämp­fen mit sin­ken­den Mar­gen, hohen Real­zin­sen und schwa­chem Geschäfts­kli­ma. Für ener­gie­in­ten­si­ve Bran­chen fällt das Bild noch düs­te­rer aus. Berich­te über die­se Sek­to­ren unter­strei­chen den Druck durch hohe Strom­prei­se und Dekar­bo­ni­sie­rungs­kos­ten, die sich inter­na­tio­nal nur begrenzt durch­set­zen lassen.

Par­al­lel nimmt der Wett­be­werb zu. Ana­ly­sen zei­gen, dass Chi­na sei­nen Anteil an der welt­wei­ten Indus­trie­pro­duk­ti­on seit 1990 von rund 3 Pro­zent auf etwa 25 Pro­zent gestei­gert hat. Die deut­sche Indus­trie, lan­ge Refe­renz für engi­nee­ring­ge­trie­be­ne Expor­te, spürt die­sen Druck unmit­tel­bar. Her­stel­ler von Inves­ti­ti­ons­gü­tern ste­hen heu­te chi­ne­si­schen Anbie­tern gegen­über, die ähn­li­che Tech­no­lo­gien zu deut­lich nied­ri­ge­ren Prei­sen anbie­ten. Euro­päi­sche Anbie­ter müs­sen ihre Pre­mi­um­po­si­ti­on über­zeu­gend begrün­den oder dün­ne­re Mar­gen akzeptieren.

In die­ser Lage zählt jeder zusätz­li­che Basis­punkt Mar­ge. Des­halb ist die vor­de­re Wert­schöp­fungs­ket­te Ver­trieb, Ser­vice und Com­mer­cial Excel­lence genau­so wich­tig wie das nächs­te Auto­ma­ti­sie­rungs­pro­jekt in der Fertigung.

Ser­vi­ti­sa­ti­on als Überlebensstrategie

Her­stel­ler reagie­ren, indem sie ihr Ange­bot ver­än­dern. Statt nur eine ein­zel­ne Maschi­ne zu lie­fern und auf den nächs­ten Ersatz­zy­klus zu war­ten, bün­deln immer mehr Unter­neh­men Hard­ware mit War­tung, Ersatz­tei­len, Remo­­te-Moni­­to­ring, Opti­mie­rungs­soft­ware und Leis­tungs­zu­sa­gen. Die­ser Wan­del, oft als Ser­vi­ti­sa­ti­on beschrie­ben, ver­wan­delt Ein­zel­ge­schäf­te in mehr­jäh­ri­ge Ver­trä­ge mit wie­der­keh­ren­den Erlö­sen und bes­ser plan­ba­ren Cashflows.

Die öko­no­mi­sche Logik ist ein­deu­tig. Stu­di­en von McK­in­sey zu indus­tri­el­len Ser­vices zei­gen, dass Ser­­vice-EBIT-Mar­­gen bis zu vier­mal so hoch sein kön­nen wie die Mar­gen mit Neu­ma­schi­nen und dass OEMs ihre Ser­vice­um­sät­ze inner­halb von drei bis fünf Jah­ren ver­dop­peln kön­nen, wenn sie ihr After­­mar­ket-Geschäft pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Deloit­te und ande­re Ana­lys­ten berich­ten von Her­stel­lern, die bereits mehr als 50 Pro­zent von Umsatz und Ergeb­nis mit dem Ser­vice des instal­lier­ten Bestands erzie­len. In man­chen Fäl­len kommt mehr als die Hälf­te des Gesamt­ge­winns aus Ersatz­tei­len und Dienstleistungen.

Die­se Trans­for­ma­ti­on erhöht die Kom­ple­xi­tät des kom­mer­zi­el­len Ange­bots mas­siv. Ein Ver­käu­fer ver­kauft nicht mehr nur eine Maschi­ne. Er ver­kauft ein Paket aus Ver­füg­bar­keit, Sof­t­­wa­re-Updates, Ana­­ly­­se-Dash­­boards, Bedie­ner­schu­lun­gen, Finan­zie­rung und teil­wei­se ergeb­nis­ori­en­tier­ten Garan­tien. Die Wert­ar­gu­men­ta­ti­on ver­schiebt sich von „Was die Maschi­ne kann“ hin zu „Wel­che Geschäfts­er­geb­nis­se der Kun­de über fünf oder zehn Jah­re erreicht“.

Ohne eine struk­tu­rier­te Sales-Ena­­ble­m­ent-Schicht fällt es vie­len Orga­ni­sa­tio­nen schwer, die­se Geschich­te über Regio­nen, Pro­dukt­li­ni­en und Part­ner­ka­nä­le hin­weg kon­sis­tent zu erzäh­len. Inhal­te frag­men­tie­ren, Preis­lo­gi­ken unter­schei­den sich von Team zu Team, Ver­hand­lun­gen kip­pen schnell zurück in Rabatt- statt Wertdiskussionen.

Die Käu­fer haben sich schnel­ler ver­än­dert als die Verkäufer

Digi­ta­le Selbst­in­for­ma­ti­on als Standard

Der indus­tri­el­le Käu­fer von heu­te war­tet nicht auf einen Kalt­an­ruf. Er recher­chiert Anbie­ter, ver­gleicht tech­ni­sche Kon­zep­te und prüft Refe­ren­zen lan­ge vor dem ers­ten Gespräch. Aktu­el­le Stu­di­en zei­gen, wie weit ein­kau­fen­de Unter­neh­men kom­men, ohne mit dem Ver­trieb zu spre­chen. So berich­ten meh­re­re Unter­su­chun­gen, dass vie­le B2B-Käu­­fer heu­te 60 bis 70 Pro­zent des Kauf­pro­zes­ses durch­lau­fen, bevor sie einen Anbie­ter aktiv kon­tak­tie­ren. Ande­re Stu­di­en, etwa von Sales­force, kom­men zu dem Ergeb­nis, dass rund 80 Pro­zent der Kun­den die Erfah­rung, die ein Unter­neh­men bie­tet, als genau­so wich­tig ein­stu­fen wie Pro­duk­te und Ser­vices. McK­in­sey wie­der­um zeigt, dass B2B-Kun­­den zwar digi­ta­le Kanä­le erwar­ten, aber an ent­schei­den­den Punk­ten unbe­dingt mit Men­schen spre­chen wol­len. Gleich­zei­tig kri­ti­siert For­res­ter, dass vie­le Inhal­te von Anbie­tern aus Sicht der Ent­schei­der gene­risch, zu wenig ziel­ge­rich­tet und für den Auf­bau eines ech­ten Busi­ness Case nicht hilf­reich sind.

Für Her­stel­ler ist das eine kla­re War­nung. Wenn die hilf­reichs­ten Inhal­te, die ein Buy­ing Cen­ter fin­det, von einem Wett­be­wer­ber oder einem all­ge­mei­nen Ana­lys­ten­por­tal stam­men, hat der eige­ne Ver­trieb die Deu­tungs­ho­heit schon vor dem ers­ten Ter­min verloren.

Grö­ße­re, poli­ti­sche­re Buy­ing Groups

Auf der Ein­kaufs­sei­te ist Beschaf­fung längst ein Mann­schafts­sport. Typi­sche Stu­di­en zu indus­tri­el­len Inves­ti­tio­nen nen­nen im Schnitt gut sechs Per­so­nen, die an einer grö­ße­ren Ent­schei­dung betei­ligt sind, von Anwen­dern über Ein­kauf und Finan­zen bis hin zu Ope­ra­ti­ons und Geschäfts­füh­rung. Brei­te­re B2B-For­­schung, teil­wei­se auf Basis von Gar­t­­ner-Daten, spricht für kom­ple­xe Deals von Buy­ing Groups mit sechs bis zehn Betei­lig­ten und zehn oder mehr Stake­hol­dern bei mul­ti­na­tio­na­len Projekten.

Das hat zwei Kon­se­quen­zen. Ers­tens steigt die Infor­ma­ti­ons­last. Jeder Stake­hol­der bringt eige­ne Kenn­zah­len, Risi­ken und Ver­gleichs­maß­stä­be ein. Zwei­tens neh­men inter­ne poli­ti­sche Span­nun­gen zu. In vie­len Unter­neh­men wur­de die Bud­get­gren­ze, ab der eine Inves­ti­ti­on in ein Gre­mi­um muss, deut­lich gesenkt, teil­wei­se von rund 100 000 Pfund auf etwa 20 000 Pfund. Dadurch gera­ten selbst mitt­le­re Pro­jek­te in for­ma­le Prüf­pro­zes­se und ver­län­gern ohne­hin schon lan­ge Entscheidungszyklen.

Was das für den Ver­trieb bedeutet

In die­ser Umge­bung ist der klas­si­sche „Lone-Wolf“-Produktverkäufer fehl am Platz. Der moder­ne Ver­trieb in der Indus­trie muss eher wie ein Pro­jekt­lei­ter und Orchestra­tor agie­ren. Er oder sie muss

  • ein kom­ple­xes Port­fo­lio aus Pro­duk­ten, Ser­vices und Soft­ware sou­ve­rän navigieren
  • ein Buy­ing Cen­ter über Berei­che und Län­der hin­weg iden­ti­fi­zie­ren und gezielt ansprechen
  • einen Busi­ness Case auf­bau­en, der auch kri­ti­schen Prü­fun­gen von Finan­zen und Ein­kauf standhält
  • Bot­schaf­ten zwi­schen Mar­ke­ting, Ver­trieb und Ser­vice kon­sis­tent halten

Das lässt sich nicht mit ein paar alten Foli­en und einem über­füll­ten Netz­lauf­werk impro­vi­sie­ren. Eine dedi­zier­te Sales-Ena­­ble­m­ent-Plat­t­­form ist kein kos­me­ti­sches Extra mehr. Sie wird zu einem ope­ra­ti­ven Betriebs­sys­tem, das Inhal­te, Trai­ning und Daten ver­bin­det, damit Her­stel­ler die Inno­va­tio­nen, in die sie inves­tie­ren, auch wirk­lich ver­kauft bekommen.

War­um zen­tra­le Pain Points im Manu­fac­tu­ring direkt zu Sales Ena­blem­ent führen

Die meis­ten Her­stel­ler inves­tie­ren in Auto­ma­ti­sie­rung, digi­ta­le Tools und neue Ser­vices. Die dar­aus ent­ste­hen­de Kom­ple­xi­tät schlägt zuerst im Ver­trieb auf. Fünf Ent­wick­lun­gen ste­chen her­aus. Sie zei­gen, war­um struk­tu­rier­tes Sales Ena­blem­ent heu­te nicht „nice to have“, son­dern Grund­vor­aus­set­zung ist.

Tech­nisch brei­te und tie­fe Produktportfolios

Indus­tri­el­le Her­stel­ler arbei­ten sel­ten mit einem ein­fa­chen Kata­log. Sie bewe­gen sich in Hun­der­ten Vari­an­ten, kun­den­spe­zi­fi­schen Kon­fi­gu­ra­tio­nen, Soft­ware­mo­du­len, Sicher­heits­op­tio­nen und bran­chen­spe­zi­fi­schen Nor­men. Jeder Pro­dukt­ma­na­ger bringt wei­te­re Optio­nen, jede Port­fo­lio­über­ar­bei­tung neue Prä­sen­ta­tio­nen und Datenblätter.

In der Pra­xis heißt das: Vie­le Ver­käu­fer arbei­ten mit ver­al­te­ten Foli­en, loka­len Datei­en und ihren per­sön­li­chen „Lieb­lings­ar­gu­men­ten“. Das kos­tet Zeit und führt zu Inkon­sis­ten­zen bei Preis­lo­gik, Leis­tungs­ver­spre­chen und Risikodarstellung.

Was Sales Ena­blem­ent hier leis­ten muss

  • Zen­tra­le, ver­sio­nier­te Con­­tent-Biblio­­thek mit kla­ren Tags nach Bran­che, Use Case, Per­so­na und Vertriebsphase
  • Geführ­te Gesprächs­leit­fä­den und Battle­cards, damit Ver­käu­fer auch in Rand­seg­men­ten sou­ve­rän auftreten
  • Schnel­ler Zugriff im Kun­den­ter­min – ob auf dem Tablet in der Pro­duk­ti­on oder im Videocall

Je tech­ni­scher und brei­ter das Port­fo­lio, des­to teu­rer wird Improvisation.

Lie­fer­ket­ten­stö­run­gen und vola­ti­le Lieferzeiten

Spä­tes­tens seit der Pan­de­mie ist klar, wie schnell Lie­fer­ket­ten rei­ßen kön­nen. Roh­stof­fe wer­den knapp, Logis­tik­kos­ten stei­gen sprung­haft, Lie­fer­zei­ten ver­schie­ben sich. Pla­nung und Ope­ra­ti­ons spü­ren das jeden Tag. Kom­mu­ni­ziert wird es beim Kun­den durch den Vertrieb.

Ohne Sales Ena­blem­ent reagiert jeder anders. Der eine ver­sucht, schlech­te Nach­rich­ten zu ver­ste­cken. Der ande­re ver­spricht Ter­mi­ne, die das Werk nicht hal­ten kann. Ein Drit­ter ist über­vor­sich­tig und ver­liert Auf­trä­ge, weil Wett­be­wer­ber offe­ner und lösungs­ori­en­tier­ter kommunizieren.

Was Sales Ena­blem­ent hier leis­ten muss

  • Über­set­zung ope­ra­ti­ver Daten in ver­ständ­li­che Kun­den­bot­schaf­ten, inklu­si­ve Alternativszenarien
  • Stan­dar­di­sier­te Sto­ry­li­nes zu Lie­fer­zei­ten, Prio­ri­sie­rung, Alter­na­tiv­pro­duk­ten und Risikoreduzierung
  • Aktu­el­le Unter­la­gen, die die­se Bot­schaf­ten über alle Märk­te hin­weg kon­sis­tent halten

So wird der Ver­trieb zum pro­fes­sio­nel­len Risi­ko­ma­na­ger statt nur zum Über­brin­ger von Verzögerungen.

Har­te Preis­ver­hand­lun­gen und Margendruck

Ener­gie, Löh­ne und Vor­pro­duk­te sind teu­rer gewor­den, gleich­zei­tig ver­tei­di­gen Kun­den ihre eige­nen Mar­gen. Das Ergeb­nis sind har­te Preis­ver­hand­lun­gen. Ein­kaufs­ab­tei­lun­gen kom­men mit Bench­marks, Total-Cost-of-Owner­­ship-Model­­len und Alter­na­tiv­an­ge­bo­ten, oft aus Län­dern mit nied­ri­ge­ren Kostenstrukturen.

Ohne Unter­stüt­zung rutscht der Ver­trieb schnell in Rabatt­lo­gik. Die bequems­te Reak­ti­on ist, „noch ein biss­chen nach­zu­ge­ben“, statt den Wert der Lösung klar zu verteidigen.

Was Sales Ena­blem­ent hier leis­ten muss

  • Fun­dier­te Wert­ar­gu­men­ta­tio­nen mit belast­ba­ren Zah­len zu Pro­duk­ti­vi­tät, Aus­schuss, Ener­gie­ver­brauch und Servicekosten
  • Kal­ku­la­ti­ons­tools und ROI-Model­­le, die gemein­sam mit dem Kun­den durch­ge­spielt wer­den können
  • Ver­hand­lungs­trai­nings und Ein­wand­be­hand­lung auf Basis rea­ler Cases aus dem eige­nen Geschäft

So wird der Preis nicht zum ein­zi­gen Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­mal. Der Ver­trieb hat Fak­ten, um den Busi­ness Case zu beweisen.

Mehr M&A und inte­grier­te Unternehmensgruppen

In vie­len Nischen kon­so­li­diert der Markt. Kon­zer­ne kau­fen Spe­zia­lis­ten, schlie­ßen Por­t­­fo­­lio-Lücken und bau­en Platt­form­un­ter­neh­men. Auf Foli­en wirkt das strin­gent. Im Ver­triebs­all­tag bedeu­tet es oft Cha­os. Unter­schied­li­che Mar­ken, Rabatt­sys­te­me, getrenn­te CRMs und his­to­ri­sche Ser­vice­ver­trä­ge pral­len aufeinander.

Wenn jede Busi­ness Unit ihre eige­nen Inhal­te, ihr eige­nes Trai­ning und ihre eige­ne Spra­che pflegt, bleibt das ver­spro­che­ne Cross-Sel­­ling auf der Strecke.

Was Sales Ena­blem­ent hier leis­ten muss

  • Gemein­sa­me Sto­ry und Posi­tio­nie­rung für alle Mar­ken und Produktlinien
  • Har­mo­ni­sier­te Play­books, Preis­lo­gi­ken und Ver­triebs­leit­fä­den für die gesam­te Gruppe
  • Onboar­­ding-Pro­­gram­­me für gemisch­te Teams nach einer Über­nah­me, damit sie schnell zusam­men­ar­bei­ten können

Erst dann wird aus „Port­fo­lio­in­te­gra­ti­on“ tat­säch­lich Grup­pen­um­satz und nicht nur eine Zei­le im Geschäftsbericht.

Vom Pro­dukt­ver­kauf zu Lösun­gen und Ergeb­nis­sen (Ser­vi­ti­sa­ti­on)

Der größ­te Bruch liegt im Über­gang vom rei­nen Pro­dukt­ver­kauf zu Lösun­gen, die Hard­ware, Ser­vices, Soft­ware und klar defi­nier­te Ergeb­nis­se ver­bin­den. Statt „eine Maschi­ne und viel­leicht ein Ser­vice­ver­trag“ ver­kauft der Her­stel­ler heu­te Ver­füg­bar­keit, OEE-Ver­­­be­s­­se­rung, Ener­gie­ein­spa­run­gen oder Qua­li­täts­zie­le über die gesam­te Laufzeit.

Das ver­langt einen ande­ren Ver­triebs­pro­zess. Stake­hol­der kom­men aus Pro­duk­ti­on, Qua­li­tät, IT, Finan­zen und Top­ma­nage­ment. Ver­trä­ge lau­fen fünf bis zehn Jah­re. Der Kun­de erwar­tet kon­kre­te KPIs, regel­mä­ßi­ges Report­ing und einen kla­ren Upgrade-Pfad.

Was Sales Ena­blem­ent hier leis­ten muss

  • Refe­renz­fäl­le und Nar­ra­ti­ve, die nicht nur Tech­nik beschrei­ben, son­dern betriebs­wirt­schaft­li­che Ergebnisse
  • Vor­la­gen für mehr­jäh­ri­ge Ange­bo­te, Ser­vice Level Agree­ments und Erfolgsmessung
  • Trai­nings­for­ma­te, die Pro­dukt­ver­käu­fer zu Lösungs- und Busi­ness­be­ra­tern entwickeln

Ohne Sales Ena­blem­ent bleibt Ser­vi­ti­sa­ti­on eine Stra­­te­­gie-Folie. Mit Sales Ena­blem­ent wird sie zu einem ska­lier­ba­ren Geschäftsmodell.

Eine moder­ne Indus­trie kann sich ein ana­lo­ges Front­end nicht leisten

Her­stel­ler haben ihre Wer­ke moder­ni­siert, doch die kom­mer­zi­el­le Kun­den­schnitt­stel­le hinkt vie­ler­orts hin­ter­her. Ein­käu­fer erle­di­gen heu­te den Groß­teil ihrer Recher­che, bevor sie mit dem Ver­trieb spre­chen. Sie erwar­ten kla­re Wert­ar­gu­men­te, belast­ba­re Daten und kon­sis­ten­te Bot­schaf­ten. Gleich­zei­tig kämp­fen Ver­triebs­teams mit brei­te­ren Pro­dukt­port­fo­li­os, insta­bi­len Lie­fer­ket­ten, här­te­ren Preis­ver­hand­lun­gen und dem Shift hin zu ser­vice­ba­sier­ten Geschäftsmodellen.

Die­se Lücke ist struk­tu­rell, nicht kos­me­tisch. Ohne ein ein­heit­li­ches Sales Ena­blem­ent blei­ben Inhal­te ver­streut, Trai­nings ober­fläch­lich und Wett­be­wer­ber bestim­men die Geschich­te früh im Pro­zess. Star­ke Mar­gen in Ser­vices und lang­fris­ti­gen Lösun­gen hän­gen von Ver­triebs­teams ab, die Geschäfts­er­geb­nis­se erklä­ren, kom­ple­xe Buy­ing Groups steu­ern und Wert statt Rabat­te ver­kau­fen können.

Sales Ena­blem­ent lie­fert die Sys­tem­un­ter­stüt­zung, die dafür nötig ist. Es rich­tet Mar­ke­ting, Ver­trieb und Ser­vice auf­ein­an­der aus, sorgt für kon­sis­ten­te Kun­den­er­leb­nis­se und gibt Teams die Werk­zeu­ge an die Hand, um kom­ple­xe Lösun­gen in einem här­te­ren Markt durch­zu­set­zen. Her­stel­ler, die nur die Fabrik moder­ni­sie­ren, ris­kie­ren ihren Vor­sprung genau dort, wo er ent­schie­den wird, am Kun­den. Wer die Front­li­ne gleich mit moder­ni­siert, sichert sich bes­se­re Mar­gen und einen robus­te­ren kom­mer­zi­el­len Motor.

Quel­len:

Show­pad eOS® | Meet our new sales ena­blem­ent ope­ra­ting system

Can any­thing halt the decli­ne of Ger­man industry?

Win­ter 2024 Eco­no­mic Fore­cast: A delay­ed rebound in growth amid fas­ter easing of infla­ti­on – Eco­no­my and Finance

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Intro­duc­tion: The ser­vices solu­ti­on for unlo­cking industry’s next growth oppor­tu­ni­ty | McKinsey

Win­ter 2024 Eco­no­mic Fore­cast: A delay­ed rebound in growth amid fas­ter easing of infla­ti­on – Eco­no­my and Finance

First Digi­tal Trans­for­ma­ti­on, Now Ser­vi­tiza­ti­on | Manufacturing.net

Ser­vi­tiza­ti­on – an incre­asing trend dri­ving manu­fac­tu­ring sales in Switz­er­land | Deloit­te Switzerland

State-of-the-Connected-Customer.pdf

Arti­kel ist mit KI bear­bei­tet worden